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Die Fenster: Glanz und Schutz
Schutzverglasung kaputt, überaltert und uneinheitlich, Bleiglas verschmutzt und ohne Glanz – die Tore zum Himmel müssen erneuert werden.
ZUSÄTZLICH NÖTIG: DIE FENSTER-SANIERUNG | |
|---|---|
Art der Arbeiten: |
Neue Schutzverglasung, Säuberung |
Kosten insgesamt: |
rd. 280.000 Euro |
Start: |
Herbst 2009 |
vorauss. Abschluss: |
Mitte 2010 |
Unterstützung: |
Reinoldi-Gilde, Sparkasse, weitere Spenden |
Die Fenster von Hans-Gottfried von Stockhausen
Ende der sechziger Jahre befreite der Glaskünstler Hans-Gottfried von Stockhausen St. Reinoldi von seiner Notverglasung, die nach dem Zweiten Weltkrieg installiert worden war. Dank der äußeren Schutzverglasung sind noch alle Glaskunstwerke intakt. Jedoch hat die Verschmutzung außen wie innen die Strahlkraft der Fenster getrübt. Längst ist das Schutzglas nicht mehr einheitlich und auch die Isolierung hat gelitten. Eine neue Verglasung mit Sicherheitsglas sowie eine fachgerechte Säuberung tut Not, um die Tausenden von Glasscheiben, die zwar modern-abstrakt gestaltet, aber nach jahrhundertealter Tradition akribisch gefertigt wurden, zu bewahren.
Mittelalterliche Fensterfragmente
Glas ist fragil. Glasmalereien des Mittelalters sind entsprechend selten erhalten. Die aus dem 15. Jahrhundert stammenden Fensterfragmente, die heute im Turm der Reinoldikirche zu sehen sind, überdauerten den Zweiten Weltkrieg, da sie rechtzeitig ausgelagert wurden. Ursprünglich war die Darstellung der Kirchenlehrer Bestandteil der Chorverglasung. Diese wurde im 19. Jahrhundert insgesamt stark überarbeitet und in Teilen ergänzt. Die bestehende Schutzverglasung lässt an der Außenseite keine oder eine nur sehr unzureichende Belüftung der Glasmalereien zu, was aus konservatorischer Sicht kritisch ist. Im Zwischenraum zwischen Schutzverglasung und Bleiverglasung hat sich bereits Wasser gebildet. Auf der Außenseite der alten Scheiben befinden sich Korrosionsspuren. Die Restaurierung der mittelalterlichen Fensterfragmente sowie die Erneuerung der Schutzverglasung ist deshalb dringend notwendig.
Den Anfang machten Sparkasse und Reinoldigilde
Als Vereinigung, die sich der Stadt verpflichtet fühlt, leistet die Reinoldigilde einen großen Beitrag zu den Schutz- und Restaurierungsarbeiten. 70.000 Euro wird sie für die Sanierung der Stockhausen-Fenster bereitstellen. Auch fürs mittelalterliche Fenster mit dem Kirchenväter-Motiv hat sich bereits ein potenter Unterstützer gefunden. Dessen Erhalt wird von der Dortmunder Sparkasse gefördert.
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Prägen das Licht in der Kirche seit Ende der sechziger Jahre – die Arbeiten des bedeutenden Glasmalers Hans Gottfried von Stockhausen. |
Links: Bewehrungen und Falze sind marode, die bisherige Schutzverglasung erlaubt auch keine Belüftung, Das sind lebenserhaltende Maßnahmen. Hinzu kommt, dass die Verglasung außen auch ganz unterschiedlich ist. Auch das soll behoben werden. Rechts: Nur eins der mittelalterlichen Fenster hat bis heute überlebt: Die „Kirchenväter“ schmücken inzwischen den Turmraum. Auch hier sind dringende Sanierungsarbeiten nötig, um die Fenster auch in Zukunft zu erhalten. |

