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Adler, Altar, Bleiglasfenster

Die Kirche ist voller Kunstobjekte - meist aus dem Mittelalter. Aber auch die Glas-Kunst des 20. Jahrhunderts von Hans Gottfried von Stockhausen prägt das Ambiente von St. Reinoldi.

Als Haupt- und Ratskirche war die Reinoldikirche neben dem Rathaus der wichtigste Ort städtischer Repräsentation. Als Ort von liturgischen und ratspolitischen Handlungen sowie als Heimstadt des Kirchen- und Stadtpatrons kam dem Chorbereich besondere Bedeutung zu. Hier befinden sich noch heute bedeutende Kunstschätze, die von Dortmunds vorindustrieller Blütezeit als einzige freie Reichsstadt Westfalens und blühende Hansestadt zeugen. Nahezu alle Einrichtungsgegenstände sowie der Skulpturenschmuck im Chorraum entstammen der Entstehungszeit des Chores, der Zeit des 15. Jahrhunderts. In Auftrag gegeben wurden sie bei bedeutenden lokalen und europäischen Werkstätten.

Statuen am Choreingang
Der Eingang des Chores wird von zwei Holzskulpturen flankiert - auf der linken Seite vom Heiligen Reinoldus, auf der rechten Seite von einer Kaiserdarstellung, möglicherweise Karl dem Großen. Die ältere Reinoldusstatue ist zugleich das älteste erhaltene Kunstwerk der Reinoldikirche (1300-1350 / Kaiserstatue von 1460-70). An prominenter Stelle verweisen diese beide Statuen darauf, wem sich die Dortmunder verpflichtet fühlten: dem himmlischen Schutzpatron und der obersten weltlichen Herrschaftsinstanz, dem Kaiser, der zugleich Stadtoberhaupt der Reichsstadt war.

Altar
Das Altarretabel der Reinoldikirche gilt als eines der bedeutendsten Altarwerke der Altniederländischen Kunst. Anhand des Stils lässt es sich auf die Zeit um 1410/20 datieren. Die Malereien des Flügelaltars gehören zu den wenigen erhaltenen Werken der "Primitiven Flamen" der vor-eyckschen Zeit. Die Darstellungen zeigen in nicht chronologischer Folge Szenen aus dem Leben von Maria und Jesus. Im Mittelpunkt steht die Kreuzigung.

Adlerpult
Das Adlerpult stammt aus der Zeit um 1410-1430 und wurde aus dem Maasgebiet, vielleicht Dinant, einem der Zentren europäischer Bronzekunst importiert. Hier wurde das Evangelium verlesen. Die Darstellung zeigt wie der Adler, Attribut des Evangelisten Johannes und Christussymbol, über einen, auf der Weltkugel sitzenden Drachen triumphiert - das Gute besiegt das Böse.

Chorgestühl
Gefertigt wurde das Chorgestühl um 1460, wahrscheinlich von einer auswärtigen Werkstatt, unter Hermann Brabender. Im prächtig ausgearbeiteten Chorgestühl saßen sich Ratsherren und Geistliche gegenüber. Die Ratsherren suchten dabei offensichtlich die Nähe zum Stadtpatron: Ihr Chorgestühl steht auf der Seite der monumentalen Holzskulptur des Stadtheiligen sowie in unmittelbarer Nähe zum Reliquienhaus, in dem sich die sterblichen Überreste des Heiligen befanden. Auch finden sich auf dieser Seite des Chorgestühls Darstellungen von Reinoldus als Ritter und als Mönch.

Taufbecken
Bronzene Taufbecken sind in Westfalen eine Seltenheit. Das von St. Reinoldi stammt von 1469 und wurde vom Dortmunder Glockengießer Johann Winnenbrock gefertigt. Datum und Schöpfer sind am Rand des Beckens, in einem umlaufenden Schriftband vermerkt: "1469 da goss Johann Winnenbrock Glockengießer, Bürger zu Dortmund diese Taufe"/ "MCCCCLCIX doe goet iohan winnenbrock klokkengeiter borger tho dorpmunde disse doppe".

Fenster
Die heutigen Fenster der Reinoldikirche wurden von dem renommierten Glaskünstler Hans-Gottfried von Stockhausen entworfen (bis 1968) . Die modem-abstrakte Motivik der 100.000 Einzelscheiben belebt den Kirchenraum, ohne mit dessen Kunstwerken konkurrieren zu wollen. Hier im Turmraum befinden sich noch 24 Scheiben der alten Chorverglasung aus dem 15. Jahrhundert. Alle weiteren Fenster sind im Zweiten Weltkrieg zerstört worden. Zu sehen sind die vier Kirchenväter Augustin, Ambrosius, Hieronymus und Gregor.


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